Le Corbusier - France
Immeuble Clarté
Rue Saint-Laurent 2–4, Geneva
1930 - 1932


The Immeuble Clarté in Geneva was designed and built in the years 1930 - 1932 by Le Corbusier for the Swiss industrialist Edmond Wanner. At the time Le Corbusier was commisioned by Edmond Wanner to design a modern house he had just reached the peak of his first fame. The Immeuble Clarté was conceived as a steel skeleton construction. The structure of posts, windows and ceilings follows a consistent system of order. Since Edmond Wanner also worked as a builder, he was able to guarantee the necessary quality for the welding work for the steel construction. Designed as a prototype of a modern apartment house, serial production refers to the requirements of the CIAM (Congrès International d'Architecture Moderne). The Immeuble Clarté is located on the edge of the city center of Geneva and contains 45 duplex apartments. All apartments have a view of the lake. The bar-shaped building has two stairwells, the entrances being highlighted by striking concrete bodies. Every second floor the ceiling slabs are protruding and serve as a generous balcony for the apartments. In contrast to the clear-cut upper floors, the ground floor fits into the urban outline. In this area there are office space, garages, as well as a restaurant in the semicircular volume. The radicality of the design is related to the Pavillon Suisse and the Maison de Refuge, which were built almost simultaneously. In the 1970s the demolition of the building could be prevented, when an income property was intended. In the years 2007 - 2009 the building was extensively restored after beeing in a rather desolate condition. In July 2016, after a long process, the Immeuble Clarté was recognized by the UNESCO as a world cultural heritage along with 16 other buildings from a total of seven countries.

Das Immeuble Clarté in Genf wurde in den Jahren 1930 - 1932 von Le Corbusier für den schweizer Industriellen Edmond Wanner entworfen und gebaut. Edmond Wanner hatte den schweizerisch-französischen Architekten beauftragt ein modernes Haus zu entwerfen, als dieser erste Bekanntheit erlangt hatte. Das Immeuble Clarté wurde als Stahlskelltbau konzipiert, wobei die Gliederung von Pfosten, Fenstern und Zwischendecken einem konsequenten Ordnungssystem folgt. Zumal Edmond Wanner auch als Buunternehmer tätig war, konnte er die notwendige Qualität für die Schweissarbeiten der Konstruktion gewährleisten. Als Prototyp eines modernen Mietshauses gedacht, verweisen die serielle Fertigung auf die Forderungen des CIAM (Congrès International d'Architecture Moderne). Das Immeuble Clarté liegt am Rande der Innenstadt von Genf und enthält 45 Maisonette-Wohnungen. Alle Wohnungen orientieren sich an der Sicht auf den See. Das riegelförmige Gebäude weist zwei Treppenhäuser auf, wobei die Eingänge durch markante Betonkörper hervorgehoben werden. In jedem zweiten Stockwerk kragen die Geschossdecken aus und dienen als grosszügiger Balkon für die Wohnungen. Im Gegensatz zu den klar geschnittenen Obergeschossen fügt sich das Erdgeschoss in den Stadtgrundriss ein. In diesem Bereich befinden sich Büroräumlichkeiten sowie ein Restaurant im halbrunden Gebäudebaschluss. Die Radikalität des Entwurfs ist verwandt mit dem beinahe gleichzeitig erbauten Pavillon Suisse und der Maison de Refuge. In den 1970er Jahren konnte der Abbruch des Gebäudes verhindert werden, als es einem Renditeprojekt weichen sollte. In den Jahren 2007 - 2009 wurde das Gebäude umfassend restauriert, nachdem es sich in einem besorgniserregenden Zustand befunden hatte. Nach einem längeren Prozess wurde das Immeuble Clarté im Juli 2016 zusammen mit 16 weiteren Bauten aus insgesamt sieben Ländern von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.